Archiv für die Kategorie „Sportlich“

Abfahren will gelernt sein!

Rügen Rund 2018

Samstag hat der Webmaster, zusammen mit den üblichen Verdächtigen, die Veranstaltung Rügen-Rund inspiziert. Rügen-Rund ist quasi aus einer Trainingsgruppe für die Vätternrunde entstanden, und dann immer größer geworden. Es ist kein Rennen, sondern eine gesellige Ausfahrt mit freundlicher Unterstützung der Polizei und natürlich der Veranstalter selbst. Wir haben uns für die 205km und einem Schnitt bis 30km/h angemeldet. Klingt erstmal flott, ist aber eine ziemliche Bummelei, wenn man hinten im Feld steckt – und man ist immer hinten, denn die Guides vorne hat man nicht zu überholen :-)

Insgesamt kann man sagen: Es ist eine perfekte Veranstaltung für entspannte Rennradler. Zielgruppe 40+. Durchschnittspuls: 110 bpm. Gefühlt alle 40min eine Verpflegungsstelle mit Verzehrzwang. Wer mehr Remmidemmi möchte muss zum Velothon und kann sich da Gedrängel, Maximalpuls und Stürze abholen…

 

400km Brevet ARA-BB – alles ganz anders…

Man kann den 400km Brevet vom Samstag so zusammenfassen: Zu schnell losgefahren, und dann einfach immer immer weitergemacht. In Zahlen: Bruttozeit 17, Nettozeit 14 Stunden. Schnitt: 29,2m/h. Folgendes gelernt:

  1. Man kann sich nicht unbegrenzt von Riegeln ernähren, man braucht auch was für die Sinne.
  2. Maltodextrin entspannt die Ernährungslage spürbar.
  3. Fahrrad am Vorabend so präparieren, dass man nur noch aufsteigen muss.

Damit wäre eigentlich alles gesagt, hätte ich mich nicht beim Bericht über die 300km so weit aus dem Fenster gelehnt und verallgemeinernd „den Randonneur“ beschrieben. Diesmal war nämlich einiges ganz anders als in Hamburg. Von Anfang an wurde Tempo gemacht, und nahezu jeder in der Gruppe hat sich mal im Wind versucht. Relativ früh hatten wir eine Gruppe von um die sechs Leute, die bis zum Ende zusammen blieb. In der Gruppe ging es sehr kameradschaftlich zu. Keiner wurde zurückgelassen, an den Verpflegungen/Kontrollen nicht gedrängelt und es wurde gewartet bis alle fertig waren. Hatte einer ne schlechte Phase, wurde rausgenommen bis er wieder hergestellt war. Die Menschen kommen halt weiter, wenn sie zusammenarbeiten und aufeinander achten…


Ein Hoch auf die Wasserträger!

Giro 2018 – May the Fourth be with you!

Last Minute: Anmeldung zum Velothon

Wer noch schnell den Velothon fahren möchte, der sollte sich sputen! Hier geht es zur Anmeldung. Oder aber man macht es wie Helmchen und fährt einfach auf Rügen rum

Tour d’Energie 2018

Die letzten Jahre war das Wetter in bei der Tour d’Energie immer bescheiden. Hagel, Schneetreiben, starker Wind, nichts blieb uns erspart. Sonntag 2018 nun endlich die Wiedergutmachung. Bei bestem Wetter wurde geballert was ging. Ist auch mal schön, und beschert lauter persönliche Bestzeiten. Der Webmaster freut sich über einen Schnitt von 34,27km/h auf 102km und rund 1300HM, sowie den 247. Platz am ‚Hohen Hagen‘ von knapp 1500 Humanoiden.

 

Titel verteidigt!

Letztes Jahr wurde at beim Bergzeitfahren in Göttingen knapp Gruppenschnellster. Dieses Jahr Titel sicher verteidigt. 8:04 auf die 4,6km und 10sek Vorsprung auf Ronaldino!
Bilder später, erstmal Bier…!

Raketen-Ron beim Start-Flirt

300km Brevet HH, 2018

Kurzfassung zur Veranstaltung für Eilige: Es war regnerisch kalt, und das beinahe durchgehend. Ansonsten sind 300km halt auch nur 300km…

Langfassung: Am Sonntag ging es weiter mit der Operation „Super Randonneur“. Diesmal Hamburg. Wer einen Brevet in Hamburg fährt kommt unweigerlich in das wahre Vergnügen, Claus Czycholl, das Urgestein der Deutschen Brevet-Szene, kennenzulernen. Wenn mich nicht alles täuscht, fährt Claus die 1200km von Paris-Brest-Paris im kommenden Jahr zum 8. Mal – und zwar im Alter von 80 Lenzen! „So Gott will“ wie er meint, und ich, als Hobby-Arzt, kann da auch kein Hindernis erkennen.

Claus Czycholl bei der Einweisung

Im Startbereich wurde uns Neulingen schnell klar, dass wir hier die große Chance zum Lernen erhalten, denn neben Claus war das Feld gespickt mit einer ganzen Reihe alter Hasen. Und dass wir Grünschnabel sind, das war schon 200m nach dem Start klar. Mit der ersten Gruppe gestartet fuhren wir nach etlichen Wirrungen von hinten auf die letzte Gruppe der Grandseigneurs auf. Man sollte die Strecke schon richtig herum angehen… Im Grunde war das aber auch ein Glück, denn nun waren wir, wo wir hingehörten, und konnten uns in Ruhe einiges abschauen und zuhören. Zunächst einmal die Feststellung von Claus, dass Radfahren nunmal kein Hallensport ist (wir hatten 9° und stetigen Nieselregen). Andere, wertvollere, Weisheiten gab es auch, aber die muss sich jeder selbst erfahren… oder vielleicht gebe ich noch eine zum Besten: „Man muss die Suppe einfach genießen…“

Der Randonneur ist ein Meister der Effizienz. Bei der Fahrt werden die Kräfte so sparsam wie möglich freigesetzt. Man dümpelt so im Feld vor sich hin. Tempo ist zweitrangig. Im Wind fahren ist etwas für die Neulinge und Jungspunde. So kam es, dass Ron und ich gefühlt 80% der Strecke vorne fuhren. Hatte man sich mal demonstrativ hinten einsortiert, befand man sich 5min später, wie durch ein Wunder, wieder in der Führung. Bei 25km/h ja kein Problem. Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Und so kamen wir in entspannter Bummellaune bei der ersten Kontrolle an. Dort gab’s dann gleich die nächste Lektion: Zeit im Stand ist vergeudete Zeit! Und so wurde aus der gemütlichen Truppe weiser Herren ein unglaublich hektischer Haufen. Alle möglichen Höflichkeitsformen, oder wenigstens der Versuch, etwas Würde auszustrahlen, waren hier nicht am Platz. Es wurde gedrängelt, vorgedrängelt und gerne auch über alle Köpfe hinweg innerhalb von einer Minute 3x an den Espresso erinnert. Wer seinen Stempel bekommen, Nahrung ergattert und die Flasche gefüllt hat, der wartet gerade so lange, dass er nicht alleine gegen den Wind aufbrechen muss und fährt dann ab. Da ist es egal, ob der Windschattenspender der letzten 30km nicht fertig ist, weil sein Reißverschluss klemmt etc. Randonneure sind keine Herdentiere…

30min Unterlenker und zweimal verfahren später waren wir wieder im Schutz des Feldes, und die Strecke ein langer, ruhiger Fluss. Wer jetzt denkt: warum verfahren die sich andauernd? Dem sei gesagt: Nur weil es einen Track gibt bedeutet das nicht, dass der auch die Ideale Strecke abbildet. Die Organisatoren selbst zumindest fuhren teils ganz andere Schleichwege – und so war man in gewisser Weise auch abhängig, sobald man ein paar Kilometer mitgefahren ist.

Loser, nasser Waldboden – Die einzige Chance, Weltraumräder zu überholen…

An einer der Kontrollen, einer Tankstelle, hatten wir soweit gelernt, das wir schnell Stempel und Verpflegung organisiert bekamen. Wir hatten Vorsprung und sogar Zeit für einen Kaffee. Dann fiel der Herrentrupp ein, und Claus schnappte sich meinen halbvollen Cappuccino mit den Worten: „Das schaffst du doch gar nicht alles“ und zog das Ding auf Null. Lehrstunde und Ritterschlag in einem. Ein Meisterstück der Effizienz. :-)

Um 21:18h waren wir wieder in Hamburg. Schneller als gedacht, und um einiges schlauer…

Erkenntnisse in Kurzform: 1. Trödeln auf der Strecke, nicht bei den Verpflegungen, 2. (mein persönlicher Tipp bei schlechtem Wetter) Gute Kleidung ist wichtiger als das Rad. 3. Navigation über Ansage reicht nicht, man muss auch das Display sehen können. 4. Das iPhone 6 ist nicht wasserdicht

Update 06.05.2018: Beim 400er in Berlin bot sich ein ganz anderes Bild. Der Randonneur kann eben auch ein Teamplayer sein!

Michael Goolaerts stirbt bei Paris-Roubaix

Bis zu dem Sturz von Michael Goolaerts schien der Radsportgott alles im Griff zu haben. Wir Berliner Amateure ließen sich vom Brandenburger Pflaster* durchschütteln und saßen danach, sichtlich gezeichnet aber zufrieden, beim Public-Viewing. Dann der Sturz und das mulmige Gefühl, dass es diesmal nicht mit ein paar Knochenbrüchen getan ist…

*Strecke wird ausdrücklich nicht empfohlen :-)

Sale!
Jetzt fast ganz neu:
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